RadioFr. News l 05.12.2020

Neue Geschäftsführerin Naturpark Gantrisch

Der Naturpark Gantrisch erhält eine neue Geschäftsführerin. Der Vorstand hat Lydia Plüss gewählt, schreibt der Naturpark in einer Mitteilung. Lydia Plüss ist ausgebildete Landwirtin mit einem Hochschulabschluss.

Sie arbeitete mehrere Jahre als Projektleiterin für ein Hilfswerk in Kirgistan. Beim Naturpark Gantrisch arbeitet sie seit fünf Jahren, davon seit gut einem Jahr als Bereichsleiterin Wirtschaft./yk

RadioFr. News l 04.12.2020

Kurz vor Weihnachten wieder ins Kino?

 

Die Kinos und Theater im Kanton Freiburg gehen in voraussichtlich zwei Wochen wieder auf - gleichzeitig wie jene in Genf, Waadt und Neuenburg.

Die Neuenburger Regierung teilte mit, dass ihre Kulturstätten am 19. Dezember wieder aufgehen. Dieser Entscheid sei mit den drei anderen Kantonen abgesprochen, hiess es. Die Neuenburger öffnen zudem auch die Museen und Bibliotheken wieder.

Weiterhin gelte allerdings die Maximalzahl von 50 Personen, wie dies der Bundesrat vorschreibt.

Die Freiburger Regierung will gegen Abend Details rund um die Corona-Massnahmen bekanntgeben. Die Kantone Wallis und Bern wollen ihre Kultureinrichtungen schon am 14. Dezember wieder öffnen. /phi

RadioFr. News | 04.12.2020

Keine Einschränkungen beim Skifahren

Der Bundesrat verzichtet darauf, die Kapazitäten in den Skigebieten einzuschränken. Das Skifahren soll weiterhin möglich sein, auch die Kapazitäten werden nicht eingeschränkt, sagte der Bundesrat vor den Medien. In allen geschlossenen Transportmitteln, also beispielsweise in Zügen, Kabinen und Gondeln, dürfen aber ab dem 9. Dezember nur zwei Drittel der Plätze besetzt werden. Das gilt für Sitzplätze und Stehplätze.

Die Skigebiete brauchen ab dem 22. Dezember zudem eine Bewilligung des Kantons. Der Kanton darf die Bewilligung nur erteilen, wenn es die Kapazität der Spitäler erlaubt, die Corona-Tests normal durchgeführt werden können und das Contact Tracing des Kantons funktioniert.

Die Skigebiete müssen den Kantonen "strenge Schutzkonzepte" vorlegen, die sich nach den Vorgaben des Bundes zu richten haben. Ziel sei es, eine Verbreitung des Virus in den Tourismusgebieten zu verhindern.

Für die Skifahrerinnen und Skifahrer gilt auf allen Bahnen - auch Skiliften und Sesselliften - eine Maskenpflicht. Ebenso gilt die Maskenpflicht beim Anstehen.

In den Restaurants in Skigebieten dürfen sich nur Personen aufhalten, die an einem Sitzplatz konsumieren. Auf den Terrassen gelten die bestehenden Regeln: Konsumation nur sitzend und maximal vier Personen pro Tisch. Von der Regel ausgenommen sind Eltern mit Kindern. /phi

RadioFr. News l 03.12.2020

Zu niedrige Bushaltestellen

Dies schreibt der Kanton in einer Mitteilung. Er reagiert damit auf ein Urteil des Kantonsgerichts.

Dieses urteilte, die Bushaltestelle Briegli in Düdingen sei nicht konform mit dem Behindertengleichstellungsgesetz. Die Kante der Bushaltestelle müsse mindestens 22 Zentimeter hoch sein, damit Passagiere im Rollstuhl selbstständig ein- und aussteigen können.

Wegen der neuen Vorgabe von 22 Zentimeter will der Kanton auch 40 Bushaltestellen neu beurteilen, die er in den letzten anderthalb Jahren bewilligt hat. Ebenfalls neu beurteilt werden weitere Haltestellen, die umgebaut werden sollen, aber vom Kanton noch nicht bewilligt wurden. /yk

RadioFr. News l 03.12.2020

Stadl-Nacht Freiburg verschoben

Die nächste Ausgabe des Schlagerabends Stadl-Nacht Freiburg wird verschoben. Wie das Forum Freiburg mitteilt, werde der für April 2021 geplante Anlass um ein Jahr verschoben.

Grund dafür seien die aktuellen Gesundheitsrisiken und die Unsicherheiten über den weiteren Verlauf der Pandemie.

Die nächste Stadtl-Nacht Freiburg findet somit im April 2022 statt. Das Programm bleibt unverändert, alle Künstlerinnen und Künstler haben laut den Organisatoren ihre Teilnahme bestätigt./vb

Bild: Forum Freiburg

RadioFr. News l 03.12.2020

Gelegenheit macht Diebe

In Freiburg wird vermehrt aus parkierten Autos gestohlen.

Wie die Kantonspolizei auf Facebook mitteilt, überprüfe die Täterschaft dabei systematisch, ob parkierte Autos nicht abgeschlossen sind. Wenn sie offen sind, werden Wertgegestände wie Brillen, Navigationsgeräte oder Smartphone entwendet. In diesem Jahr habe es bereits 289 solcher Diebstähle gegeben.

Die Polizei mahnt dazu, sicherzustellen, dass das Auto abgeschlossen ist./vb

RadioFr. News l 03.12.2020

Der Wolf lässt auf sich warten

Vergangenen Sommer haben Wolf und Luchs in den Freiburger Voralpen kein einziges Stück Vieh gerissen. So lautet die Bilanz der Freiburger Behörden. Demnach ist keine einzige Meldung eingegangen, wonach ein Grossraubtier ein Schaf oder eine Ziege getötet hätte, meldet das Amt für Wald und Natur.

Das sei durchaus plausibel, sagt Nicolas Lauper von der kantonalen Koordinationsstelle Grossraubtiere gegenüber RadioFr. Er betont, dass Züchter grundsätzlich ein Interesse haben, ein gerissenes Tier zu melden, weil sie dafür entschädigt werden. Ausserdem würden bei jedem toten Tier DNA-Proben entnommen, um einen Riss durch Wolf oder Luchs auszuschliessen.

Die Behörden gehen aber davon aus, dass der Wolf in Zukunft wieder häufiger im Kanton Freiburg aufkreuzt, genau wie der Luchs. Das Waldamt stellt darum auch diesen Winter zusätzliche Fotofallen auf, um den Bestand an Luchsen aufzuzeichnen. /phi

RadioFr. News l 03.12.2020

Frauenraum will mehr Geld vom Kanton

Der Freiburger Frauenraum kämpft mit finanziellen Problemen und will darum mehr Geld vom Kanton. Für nächstes Jahr ist ein Defizit von 75‘000 Franken budgetiert.

Wenn der Kanton nicht helfe, müsse der Frauenraum im Sommer schliessen, schreiben die Verantwortlichen in einer Mitteilung. Denn: Die Suche nach Geldern sei in der Corona-Krise schwieriger geworden. Zudem seien die Angebote weniger genutzt worden. Gespräche mit dem Kanton sollen bald stattfinden.

Der Frauenraum will die soziale und berufliche Integration von Frauen fördern und bietet unter anderem verschiedene Kurse an. /mk

RadioFr. News l 02.12.2020

Transitplatz in Wileroltigen kann kommen

Der Transitplatz für ausländische Fahrende in Wileroltigen bei Kerzers kann gebaut werden. Das Berner Verwaltungsgericht hat eine Beschwerde der Jungen SVP Bern gegen den kantonalen Urnengang abgewiesen. Das berichtet die "Berner Zeitung".

Die bemängelten Änderungen im Polizeigesetz nach der Abstimmung hätten laut dem Verwaltungsgericht nicht die Bedeutung, die eine Beschwerde rechtfertigen würde.

Der Kanton komme mit einem offiziellen Transitplatz seiner Verantwortung nach und beuge so auch illegalen Landnahmen vor. Die 3,3 Millionen Franken für den Transitplatz können nun fliessen.

Der geplante Rastplatz an der A1 liegt auf Boden des Kantons Bern. Die Junge SVP hatte gegen die Pläne der Regierung das Referendum ergriffen - das Berner Stimmvolk bestätigte den Kredit Anfang Jahres aber an der Urne./vb

RadioFr. News l 02.12.2020

Gratis ÖV-Fahren im Kanton Freiburg

Im Kanton Freiburg soll Bahn- und Busfahren für alle gratis sein. Das fordern linke und grüne Jungpolitikerinnen und - politiker. Sie haben eine Volksinitaitve mit fast 9000 Unterschriften eingereicht.

Die Staatskanzlei prüft nun, ob genügend Unterschriften gültig sind - nötig sind mindestens 6000. Dann würde das Begehren "für eine kostenlose Benützung des öffentlichen Verkehrs" zustande kommen, und das Freiburger Stimmvolk könnte darüber entscheiden.

Die Initianten hoffen, dass die Abstimmung schon 2022 stattfindet. /phi

RadioFr. News l 02.12.2020

Fotograf soll ins Gefängnis

Der Fotograf, der zwanzig Frauen ohne deren Zustimmung beim Geschlechtsverkehr gefilmt haben soll, soll sechs Jahre ins Gefängnis.
Das fordert die Staatsanwaltschaft vor dem Bezirksgericht Saane.

Dem 45-jährigen Mann aus dem Saanebezirk wird Vergewaltigung, sexuelle Nötigung, illegale Pornografie und Ausnützung von Notlagen vorgeworfen. Die Staatsanwaltschaft sieht diverse Anklagepunkte als erwiesen.

Der Prozess wird mit den Plädoyers der Anwälte fortgesetzt./vb

RadioFr. News l 01.12.2020

Bedeutende personelle Wechsel im HFR Tafers

Das HFR-Spital in Tafers sucht einen neuen Verantwortlichen für die Innere Medizin. Der bisherige Chefarzt Jürgen Bohlender hat nach nur einem halben Jahr gekündigt. Das bestätigte der medizinische Chef des Freiburger Spitals, Ronald Vonlanthen, gegenüber RadioFr. Er habe noch nicht mit Bohlender über dessen Entscheid gesprochen, sagte Vonlanthen.

Zurzeit liefen Überlegungen, wie dieser Weggang zu kompensieren sei, so der medizinische Direktor weiter. Keine negativen Folgen habe der erneute Wechsel auf die Notfallabteilung in Tafers. Im Gegenteil: Schon bald werde der Notfall zurückkehren vom Tagesbetrieb zum 24-Stunden-Betrieb - wenn die Covid-Situation stabil bleibe, am 1. Februar 2021. Das Personal sei bereits informiert, sagt Ronald Vonlanthen.

Zu Beginn der Corona-Pandemie im März hatte das Freiburger Spital HFR das Notfallangebot reduziert, um medizinisches Personal anderswo einzusetzen. /phi-lsi

RadioFr. News l 01.12.2020

Der erste Schnee verursacht Unfälle

Pünktlich zum meteorologischen Winteranfang fiel Schnee im Freiburgerland. Und wie jedes Jahr führte der erste Schnee zu einigen Unfällen auf den Strassen.

Im Kanton Freiburg waren es vier leichte Unfälle, wie die Polizei auf Anfrage von Radiofr. mitteilte. Zwei davon auf der Autobahn A12 - im Vivisbach- und Greyerzbezirk. Die anderen beiden Unfälle passierten in Freiburg und Bulle.

Laut der Kantonspolizei hätten die Verunfallten ihren Fahrstil nicht dem Wetter angepasst, waren zu schnell unterwegs oder seien zu nahe aufgefahren. /tap

RadioFr. News l 01.12.2020

Ein Schritt vor dem Ziel

Der Kantonswechsel der Gemeinde Clavaleyres von Bern zu Freiburg ist einen Schritt weiter. Der Ständerat hat der geplanten Fusion von Clavaleyres mit Murten am Dienstagmorgen zugestimmt. Das Geschäft löste keine Diskussionen aus, wie die Parlamentsdienste mitteilen.

Die Bevölkerung beider Kantone hat den Wechsel bereits im vergangenen Februar gutgeheissen.

Damit Clavaleyres auf Anfang des Jahres 2022 definitiv zum Kanton Freiburg gehört, muss auch noch der Nationalrat grünes Licht geben. Die grosse Kammer im Bundeshaus stimmt nächste Woche darüber ab. /lsi

RadioFr. News l 01.12.2020

Eislaufen in Schwarzsee

Die Kunsteisbahn Schwarzsee öffnet heute - einen Monat später als ursprünglich geplant. Schwarzsee Tourismus bestätigt auf Anfrage, dass man die Eisbahn trotz der Corona-Restriktionen betreiben könne. Die Besucher hielten sich draussen auf und man achte auf die Beschränkung der Besucherzahl. Diese sollen in drei Gruppen von zehn Personen Schlittschuh laufen.

Auch die Kunsteisbahn Murten ist der Öffentlichkeit ab heute zugänglich. /pbü

RadioFr. News l 30.11.2020

Strassenrodeo in Freiburg

Im Freiburger Juraquartier wurde gedrifted und geburnt - Es kam am Sonntag Nachmittag zu einem sogenannten Strassenrodeo. Das schreibt die Kantonspolizei Freiburg in einer Mitteilung. Ausserdem habe es dabei einen Verkehrsunfall mit einem parkierten Fahrzeug gegeben.

Die Polizei hielt zwei junge Männer im Alter von 18 und 19 Jahren an. Das Auto hatten die jungen Männer versteckt. Es war weder zugelassen, noch versichert. Ausserdem standen die jungen Männer unter Alkoholeinfluss. /lis

RadioFr. News l 30.11.2020

Einbrecher aus Murten verurteilt

Ein Einbrecher, der im November und Dezember 2019 in insgesamt sieben Villen in der Region Murten eingebrochen ist, wurde vom Bezirksgericht See zu ein-einhalb Jahren Freiheitsstrafe verurteilt. Davon muss er  mindestens ein halbes Jahr in Haft. Der Mann wurde wegen gewerbsmässigem Diebstahl und einer Reihe anderer Verstösse verurteilt. Laut dem Gericht hat der Verurteilte die Einbrüche und Diebstähle begangen, um seinen Drogenkonsum zu finanzieren. /pbu

RadioFr. News l 30.11.2020

Geld für Freiburger Holz

Bauherren sollen wieder mehr Freiburger Holz verwenden. Deshalb werden Projekte finanziell unterstützt, die sie nächstes oder übernächtes Jahr umsetzen. Das schreibt die Freiburger Landwirtschaftsdirektion.

Wenn nachgewiesen werden kann, dass dabei Freiburger Holz verwendet wurde, wird 10 % des Holzkaufpreises zurückerstattet. Ein Projekt erhält aber höchstens 20 Tausend Franken.

Diese finanzielle Unterstützung ist Teil des Wiederankurbelungsplans des Kantons. Umgesetzt wird sie zusammen mit Lignum Freiburg, der Dachorganisation der Freiburger Holzbranche. Insgesamt wird eine halbe Million Franken zur Verfügung gestellt. Wegen der Corona-Pandemie sanken die europäischen Holzpreise und belasten so die Freiburger Branche.

In der Freiburger Waldwirtschaft sind 2300 Personen beschäftigt. /lis

Bild: schmitten.ch

RadioFr. News l 30.11.2020

Mögliche Frühpensionierungswelle

Rund 1'000 Freiburgerinnen und Freiburger könnten sich im nächsten Jahr frühpensionieren lassen.

Diese Personen seien über 58 Jahre alt und erfüllten die Voraussetzungen, früher in den Ruhestand gehen zu können. Das sagte Gabrielle Merz Turkmani, Vorsteherin des Amtes für Personal und Organisation des Kantons Freiburg.

Laut dem Freiburger Erziehungsdirektor Jean-Pierre Siggen rechne der Staat mit einer Pensionierungswelle bei Primarlehrerinnen und Primarlehrern.

Grund für diese Überlegungen ist die Sanierung der Pensionskasse des Staatspersonals. Diese wurde gestern mit 70 Prozent angenommen und tritt in zwei Jahren in Kraft.
Ältere Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer werden weniger Rente erhalten. Der Kanton Freiburg plant aber Kompensationen. /lis

RadioFr. News l 29.11.2020

Schmitten bekommt eine Mehrzweckhalle

Die Gemeindeversammlung von Schmitten hat dem Bau einer neuen Mehrzweckhalle einstimmig zugestimmt. Diese soll im Rahmen der genehmigten Planungskredite bei der Sportanlage in Gwatt entstehen, der Bau soll 150'000 Franken kosten.

Weil so viel in das Pojekt investiert wird, muss für die Planung ein Wettbewerb durchgeführt werden. Vorgesehen ist ein Wettbewerb im offenen Verfahren. Ausserdem hat Schmitten der behindertengerechten Umgestaltung der Bushaltestellen zugestimmt. Diese müssen von gesetzeswegen ohnehin bis 2023 behindertengerecht gebaut werden.

Die Gemeinde budgetiert für das Jahr 2021 eine ausgeglichene Rechnung mit einem Aufwand und Ertrag von rund 17.7 Millionen Franken. /sk-iw

Bild: schmitten.ch

RadioFr. News l 29.11.2020

Kriegsgeschäfte-Initiative gescheitert

Die Kriegsgeschäfte-Initiative wurde vom Volk und den Kantonen abgelehnt. 57.5% der  Stimmbürgerinnen und Stimmbürger sowie 19.5 Kantone stimmten dagegen.

AHV, Pensionskassen, die Schweizerische Nationalbank und Stiftungen dürfen somit weiterhin in Unternehmen investieren, die mit Kriegsmaterial Geld verdienen.

Das Nein zur Kriegsgeschäfte-Initiative ist ein Sieg für Bundesrat und Parlament: Sie hatten unter anderem argumentiert, diese Initiative schwäche grosse Teile der Schweizer Wirtschaft, denn sie würde auch viele KMU betreffen.

Auch der Kanton Freiburg stimmte mit 55% Nein-Anteil dagegen. /sk-rb

RadioFr. News l 29.11.2020

Konzernverantwortungs-Initiative abgelehnt

Die Konzernverantwortungs-Initiative ist mit 14.5 gegen 8.5 Kantonen am Ständemehr gescheitert. Die Bevölkerung stimmte hingegen knapp mit 50.7% zu. Die jahrelange Kampagne der Befürworter scheint vor allem in der Westschweiz und den städtisch geprägten Kantonen gewirkt zu haben.

In den Abstimmungsumfragen hatte sich jeweils ein Ja abgezeichnet - der Vorsprung ist aber in den Wochen vor dem Urnengang zusehends geschmolzen. Schliesslich haben die Wirtschaftsverbände, die Mehrheit der bürgerlichen Parteien und der Bundesrat das Volk von einem Nein überzeugen können.

Im Kanton Freiburg waren die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger anderer Meinung: 57% stimmten für die Initiative.

Ein Trostpflaster bleibt für die Initianten: Nun tritt der indirekte Gegenvorschlag in Kraft. /sk-rb

RadioFr. News l 29.11.2020

Ja zur Pensionskassenreform

Die Freiburgerinnen und Freiburger sagen Ja zur Reform der Pensionskasse des Staatspersonals. Das Resultat fiel ziemlich deutlich aus, mit 70% Ja zu 30%-Nein Stimmen. Künftig wird die Rente somit daran bemessen, wie viel Pensionskassenguthaben ein Staatsangestellter effektiv angespart hat. Die Rente wird also nicht mehr im Voraus festgelegt.

Mit dem neuen Vorsorgeplan können jüngere Angestellte ähnliche oder bessere Rentenleistungen erwarten. Wer älter als 45 Jahre alt ist, muss aber mit dem neuen Vorsorgeplan mit Einbussen rechnen. Darum hat der Staat Freiburg Kompensationsmassnahmen von 380 Millionen Franken vorgesehen. /MK-PHi

RadioFr. News l 29.11.2020

Laupen lehnt Zonenplanänderung ab

Die Berner Gemeinde Laupen kann ein Bauprojekt nahe der Freiburger Kantonsgrenze vorläufig nicht realisieren. Die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger haben eine Änderung der Zonenplanung abgelehnt, teilt die Gemeinde mit. Das Resultat fiel relativ knapp aus, mit 621 Nein- zu 588 Ja-Stimmen.

Auf dem Areal der ehemaligen Bäckerei Rytz hätten fünf neue Wohngebäude entstehen sollen. Gegen dieses Vorhaben hatten sich Anwohner gewehrt, weil ihnen die Gebäude ästhetisch nicht gefielen. Ausserdem bezweifelten sie, dass Laupen weitere Wohnungen braucht. /yk

RadioFr. News l 27.11.2020

Stadtgebäude mit Farbe beschmiert

Klimaaktivisten der Gruppe "Extinction Rebellion" haben im Rahmen des "Black Friday" einige Gebäude in der Stadt Freiburg mit Farbbeuteln beworfen. Die Facebook-Seite der Gruppe veröffentlichte Bilder der Aktion und schrieb dazu, welche Farbe auf welchen Missstand hinweisen soll.

Dabei wurden historische Gebäude der Stadt beschädigt, wie die Kantonspolizei Freiburg mitteilt. Neun Unternehmen haben bei der Polizei Strafanzeige erstattet. Festnahmen habe es bisher keine gegeben. /lsi

RadioFr. News l 27.11.2020

Ankurbeln mit Anreizen

Der Freiburger Staatsrat macht beim Wiederankurbelungsprogramm für die Wirtschaft vorwärts. Die Kantonsregierung hat für rund ein Drittel der Massnahmen die Bedingungen geschaffen, schreibt die Volkswirtschaftsdirektion.

Der Staatsrat setzt auf ein Anreizsystem: So bezahlt der Staat den Unternehmen bis zu einem Viertel der Kosten für Digitalisierungsprojekte. Und: Wer in diesem oder in den nächsten zwei Jahren neue Lernende anstellt, erhält pro geschaffene Lehrstelle 1000 Franken.
Einige Direktzahlungen sind in dem Programm aber ebenfalls enthalten. Gastronomiebetriebe sollen mit A-fonds-perdu-Beiträgen von insgesamt drei Millionen Franken "wieder in Schwung gebracht werden", wie der Kanton schreibt.

Insgesamt hat der Staatsrat in diesem ersten Schritt 20 Millionen Franken bereitgestellt. Weitere 43 Millionen werden zu einem späteren Zeitpunkt verteilt. /lsi

RadioFr. News l 27.11.2020

Abschied von der ARA

Die Gemeinde Heitenried budgetiert für das kommende Jahr einen Verlust von rund 42'000 Franken. Die Gemeindeversammlung stimmte dem Voranschlag für das kommende Jahr zu, heisst es auf Anfrage. Das Gemeindebudget für 2021 beträgt rund 4,8 Millionen Franken. Zudem haben die Stimmberechtigten Investitionen von rund 360'000 Franken zugestimmt.

Weiter haben die Heitenriederinnen und Heitenrieder entschieden, aus man aus dem Abwasserreinigungsverband Taverna auszuteigen. Falls die restlichen vier Gemeinden der ARA Taverna ebenfalls für eine Auflösung stimmen, kann die Abwasserreinigung neu über eine Gemeindeübereinkunft mit der Fusionsgemeinde Tafers organisiert werden. /pbü

RadioFr. News l 27.11.2020

Juristen prüfen Todesfall am HFR Tafers

Der Todesfall vor der Notaufnahme des HFR Tafers von diesem Sommer hat ein rechtliches Nachspiel. Zwei Juristen führen im Auftrag des Freiburger Spitals eine Administrativuntersuchung. Sie prüfen, ob bei diesem tragischen Ereignis ein Offizialdelikt vorliegt - eine Straftat, der die Behörden von Amtes wegen nachgehen müssen. HFR-Direktor Marc Devaud bestätigte auf Anfrage, dass eine entsprechende Untersuchung läuft.

Zuvor habe das HFR den Fall intern untersuchen lassen. Der Anstoss zur Administrativuntersuchung kam vom Sensler Oberamtmann Manfred Raemy, wie dieser gegenüber RadioFr. sagte. Er habe auch den Staatsrat sowie die Staatsanwaltschaft darüber ins Bild gesetzt.

Der Fall wurde Mitte August bekannt. Ein Mann wollte seine Frau in der Nacht wegen Atemnot in den Notfall nach Tafers bringen. Er wusste nicht, dass dieser damals nur tagsüber bedient war. Für die Frau kam schliesslich jede Hilfe zu spät.

Pikant: Eine Klingel für nächtliche Notfälle war mit einem Plakat überklebt. Anders als ursprünglich vom HFR behauptet, war dies kein Versehen, sondern eine bewusste Anordnung von der Zentrale in Freiburg. Entsprechende Anweisungen per Mail liegen RadioFr. vor. Das HFR wollte sich dazu auf Anfrage nicht äussern, mit Hinweis auf die laufende Untersuchung.

Diese dauert rund ein halbes Jahr. Das Freiburger Spital hofft aber, dass bereits Anfang nächstes Jahr wichtige Zwischenergebnisse vorliegen. /phi

RadioFr. News l 26.11.2020

Satter Ertrag und nachhaltiges Heizen

Die Gemeinde Kerzers schliesst das letzte Jahr mit einem Nettoüberschuss von 1,3 Millionen Franken ab – dies bei einem Gesamtaufwand von 25 Millionen. Der Hauptgrund für das gute Ergebnis seien deutlich höhere Steuererträge, schreibt der Gemeinderat in seiner Botschaft. Budgetiert war ein kleiner Verlust gewesen. Die 101 Stimmberechtigten genehmigten die Rechnung ohne Gegenstimme.

Zudem beteiligt sich Kerzers am Wärmeverbundprojekt der Groupe E Celsius. Die Versammlung beschloss mit einigen wenigen Gegenstimmen den Beitritt zu einer entsprechenden Aktiengesellschaft. Die Gemeinde wird ein Drittel der Aktien halten und investiert dafür 1,6 Millionen Franken.

In sechs Etappen wird in und um Kerzers ein Fernwärmenetz errichtet. Geheizt wird mit Holzschnitzeln aus der Region. Davon profitieren insbesondere die Gemüseproduzenten. Deren Gewächshäuser müssen bis in fünf Jahren durch erneuerbare Energie beheizt werden. /lsi

RadioFr. News l 26.11.2020

Freiburg sollte Bern berücksichtigen

Die Freiburger SVP reagiert auf den Entscheid des Staatsrats von gestern mit Unverständnis. Dass die Restaurants erst am 10. Dezember wieder öffnen dürfen, widerspreche der regionalen Logik, heisst es in einer Mitteilung.

Die Kantonsregierung hat sich mit den anderen Westschweizer Kantonen abgesprochen. Dabei hätte sie aber auch berücksichtigen müssen, dass Freiburg an Bern grenzt, findet die Freiburger SVP. Dort sind die Gastronomiebetriebe im Herbst stets offen geblieben. Die Freiburger Betreiber würden darunter leiden - insbesondere jene im deutschen Kantonsteil. /lsi